| Kommunikationdefizite erschweren Miteinander |
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| Geschrieben von Freies Wort | |
| Montag, 7. November 2011 | |
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Zur Herbsttagung des Kreisfeuerwehrverbandes gab es durchaus auch kritische Worte in Sachen Kommunikation und Beteiligung. Neusiß "Redet miteinander!" Kreisbrandinspektor Heiko Heß hatte einen klaren Rat an die Teilnehmer der diesjährigen Herbsttagung des Kreisfeuerwehrverbandes. Dessen Vorstand konnte zwar auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, fand aber durchaus auch kritische Worte, vor allem wenn es um die Teilnahme an Veranstaltungen geht. Zum Beispiel beim Kreisausscheid im Löschangriff in Haarhausen stattfand. "Die Veranstaltung war hervorragend organisiert", dankte noch einmal Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Stefan Sandmann. Doch leider gab es nur neun teilnehmende Mannschaften, darunter eine aus dem polnischen Partnerkreis. Früher, so erinnerte sich Peter Frankenberger, im Verband für die Senioren zuständig, "hatten wir 16 bis 18 Mannschaften dazu noch Frauen- und gemischte Teams." Es sei aber auch ein Unding, dass zeitgleich die Arnstädter Wehr ihren Tag der offenen Tür gemacht habe. "Der Termin stand seit einem Jahr fest." Ehrungen wenig gefragt Um wieder mehr Wehren für den Wettkampf im Löschangriff zu begeistern soll es im Sommer ein Zeltlager dazu geben. Vor allem, so hofft Sandmann, kann man dadurch die jüngeren Kameraden motivieren. Doch dazu müssen sie auch von dem Termin erfahren. Dass die Kommunikation von Veranstaltungen nicht immer so klappt, musste auch Peter Frankenberger in Blick auf das Treffen der Kameraden der Alters- und Ehrenabteilungen erfahren., Rückmeldungen, so kritisierte er, kämen oft sehr kurzfristig. Zudem seien nicht alle überhaupt bekannt. Die Dunkelziffer der Senioren, so schätze er, liege bei etwa 560. Auch, wenn es um Auszeichnungen, gerade für die langjährigen Mitglieder geht, gibt es in vielen Wehren und Vereinen Nachholbedarf. "Vier haben noch nie eine Auszeichnung beim Kreis beantragt, 32 nur sporadisch einmal"; erklärte Vorstandsmitglied Manfred Tischer. Selbst die Kontingent an Bundesverbandsehrungen für besonders langjährige Mitglieder wird laut Stefan Sandmann nicht ausgeschöpft. Der Kreisverband selbst hatte letztes Jahr mit der Ehrennadel eine weitere Ehrung beschlossen und machte nun davon Gebrauch. Gabriele Gabriel, Manfred Tischer, Peter Frankenberger, Uwe Möller und Heiko Heß wurden für ihr engagierte Vorstandsarbeit geehrt. Friedrich Schneeberger, langjähriger Stadtbrandmeister von Arnstadt, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Dem Kreisfeuerwehrverband gehören 83 Vereine mit rund 4000 Mitgliedern an: Während die Zahl der Einsatzkräfte stabil blieb, vermeldete Jugendwart Rene Sieber beim Nachwuchs steigende Tendenz. Zu danken ist dies vor allem der Herabsetzung des Eintrittsalters in die Jugendfeuerwehren. "Bei manchen Veranstaltungen haben wir schon genauso viele oder mehr unter Zehnjährige wie Überzehnjährige", so Sieber. Das hieße aber auch für die Betreuer: neue Aufgaben und veränderte Betreuerschlüssel. Positiv wirkt sich auch die Brandschutzerziehung in den Schulen aus. Dafür hat der Kreisverband jetzt ein eigenes Fahrzeug angeschafft, damit Uwe Nüchter nicht mehr mit dem Privat-Pkw fahren muss. Gastgeber gesucht Als besonderen Erfolg bezeichnete Sieber das Zeltlager, das erstmals seit Jahren nicht in Dörnfeld sondern in Elxleben stattfand. "Wir wollen auch künftig wandern;" sagte er. Kommendes Jahr ist Großbreitenbach, dann Kirchheim dran. Auch der Kreisfeuerwehrverband sucht noch Ausrichter, vor allem für die Frauenweihnachtsfeier in diesem Jahr. "Es wäre schade, wenn diese Tradition wegfallen würde", bedauerte Stefan Sandmann und versprach schon mal 300 Euro finanzielle Hilfe. Auch für 2012 wird diesbezüglich noch gesucht. Andere Termine konnten hingegen zur Herbsttagung bekannt gegeben werden. So wird die Frauentagsveranstaltung am 10. März in bewährter Form in Altenfeld stattfinden. Geraberg ist am 14. April Gastgeber für den Verbandstag und die Alters- und Ehrenveranstaltung. In Ilmenau-Roda wird man am 26. Mai zum zweiten Mal zum Fußballturnier laden. Zudem ist, nachdem der Besuch der Feuerwehrwehrweltmeisterschaft in Cottbus eine interessante Sache war, eine Fahrt zur Deutschen Meisterschaft an gleicher Stelle geplant. Vorausgesetzt hier klappt die Kommunikation und der Bus wird voll. Nach Berichten, Terminen und Auszeichnungen stand nach eine Weiterbildung zum Thema Umgang mit Gaffern und aufgebrachten Bürgern im Einsatz an, die Peter Geerlings aus Wuppertal hielt. Nicht nur in Arnstadt, wo Gaffer beim Großbrand am 2. Oktober den Einsatzkräften die Zufahrt erschwerten, zeigte sich dies als Thema. In Ilmenau sei man bereits, so erzählte Manfred Tischer, bei einem Einsatz an der Skaterbahn beworfen wurden. Auch in Sachen Konfliktbewältigung ist Kommunikation dabei ein wichtiges Thema. |
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