Skip to content

FFW Manebach

Start arrow Aktuell arrow Presse arrow 2010 arrow Armaturenskulpturen bauen und Skilaufen
Armaturenskulpturen bauen und Skilaufen Drucken
Geschrieben von Freies Wort   
Montag, 19. April 2010

Jugendfeuerwehren des Ilmkreises absolvierten acht zum Teil auch spaßige Stationen

Marlishausen - "Ihr habt zwei Minuten Zeit. Alle zehn Geräte müssen miteinander verbunden sein", erklärt Marcel Schurz von der Ilmenauer Hauptwache die Aufgabe. Die Mädchen und Jungen der Marlishäuser Jugendfeuerwehr machen sich umgehend an die Arbeit. Nach rund anderthalb Minuten sind Strahlrohr, Querverbinder und all die anderen Teile zu einer ganz eigenen Skulptur verbunden. "20 Punkte und einen Zusatzpunkt für euer diszipliniertes Verhalten", vergibt Marcel Schurz. Die sieben Kinder ziehen zufrieden weiter. Sie haben es geschafft. Das war die letzte der acht Stationen.

Die Feuerwehr Marlishausen war am Samstag Gastgeber des diesjährigen Sternmarsches des Kreisjugendfeuerwehrverbandes. "Nach zehn Jahren wollten wir es mal wieder machen", erklärte Jugendwart Sabine Stade. 15 Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren hat sie unter ihren Fittichen, Tendenz steigend. Mit gleich zwei Mannschaften war man beim Wettbewerb am Start. Ziel: "ein guter Platz im Mittelfeld."

Wie in Marlishausen steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Jugendwehren des Kreises wieder an. Vor allem das vielerorts herabgesetzte Eintrittsalter zahlt sich aus. Das zeigte sich auch an den vielen jungen Startern an diesem Tag. Fast die Hälfte aller Starter fällt in die Kategorie sechs bis neun Jahre. Mit einer speziellen Punktewertung sollen Altersunterschiede ausgeglichen werden.

Auch Norman Fischer, Stellvertretender Jugendwart von der Feuerwehr Großbreitenbach, hat eine junge Truppe mitgebracht. An der Station "Erste Hilfe" wird auch die stabile Seitenlage verlangt. "Das haben wir erst nächste Woche dran", erklärt er. Also üben die jungen Großbreitenbacher schnell noch einmal, bevor sie dran sind. Die Martinrodaer hatten das Thema schon. Auch einen Druckverband können sie anlegen. "Volle Punktzahl", heißt es somit auch hier. "Wofür braucht man einen Doppelschlag?", will Uwe Striegel von der Marlishäuser Wehr an der Station "Knoten" von den Mitgliedern der Arnstädter Jugendwehr wissen. "Zum Verbinden zweier gleich starker Seile." Auch hier gibt es volle Punkte.

Acht Stationen haben die Kameraden der Feuerwehren Marlishausen, Hausen und zahlreicher anderer Wehren besetzt. Darunter solche, die Feuerwehrfachwissen abfragen, aber auch eher spaßige, wie das Riesenskifahren auf frühlingshafter Wiese. Insgesamt stellen sich 248 Kinder dem Wettstreit in 40 Mannschaften. "33 der 48 aktiven Jugendfeuerwehren sind da, das ist eine gute Zahl", freut sich Kreisjugendfeuerwehrwart Rene Sieber. Die besten kommen aus dem nördlichen Ilmkreis. Am Ende setzt sich Rudisleben vor der ersten Kirchheimer Mannschaft und Stadtilm durch.

Für die Gastgeber gab es zwar keine Lorbeeren, aber viel Lob. "Alles bestens organisiert", befand nicht nur Sieber. Alles eitel Sonnenschein ist trotzdem nicht beim Kreisjugendfeuerwehrverband. Zum Aufwärtstrend bei den Wehren hat wohl auch die in den Grundschulen durchgeführte Brandschutzerziehung beigetragen, die Uwe Nüchter mit viel Engagement durchführt. Zum Schuljahresende endet seine Anstellung im Landratsamt. "Wir hoffen, dass eine Lösung gefunden wird", so Sieber. "Es muss eine gefunden werden."

Von Berit Richter

 
< zurück   weiter >