| "Wieder die Kurve" |
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| Geschrieben von Thüringer Allgemeine | |
| Freitag, 16. Januar 2009 | |
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Die kurvenreiche Strecke zwischen Manebach und Stützerbach könnte alsbald nicht nur zu den Unfallschwerpunkten des Ilmkreises zählen, sondern in der traurigen Statistik einen Spitzenplatz einnehmen. Nach zwei schweren Unfällen Ende 2008 setzte sich am Donnerstagabend die Unfallserie fort. Von Gerd SCHMIDL MANEBACH. Der Richtung Manebach fahrende Golf sei wohl ins Schleudern geraten und dann frontal gegen den entgegenkommenden VW Bora geprallt, so die erste Rekonstruktion des Unfalls durch die Polizei. Die Untersuchungen und Befragungen sollten diese Vermutungen zunächst weitgehend erhärten. Der Golf-Fahrer war wohl in der Rechtskurve zu schnell unterwegs, zudem war die Fahrbahn glatt. Schwer verletzt mussten er und die Beifahrerin aus dem Bora nach dem Zusammenstoß in die Ilmkreis-Kliniken Ilmenau gebracht werden. Der Bora-Fahrer erlitt nur leichte Blessuren. Die beiden Pkw waren Schrott. "Wieder die Kurve", kommentiert einer der Manebacher Feuerwehrleute, die neben Rettungsdienst und Polizei gegen 19.10 Uhr alarmiert wurden. Erst vor ein paar Wochen war ein Pkw hier auf die Leitplanke aufgefahren und dann die Böschung hinabgestürzt. Nicht weit entfernt, in einer anderen Kurve dann unmittelbar vor Weihnachten verunglückte ein Lkw, der Feinstaub aus einer Müllverbrennungsanlage geladen hatte. Auch da war die Manebacher Feuerwehr - gemeinsam mit anderen aus dem ganzen Kreisgebiet - im Einsatz gewesen. An diesem Abend sind es elf Kameraden, die die Straße absperren, Scheinwerfer auf einem ihrer Fahrzeuge montieren, die Unfallstelle ausleuchten und eine dicke Schicht Ölbindemittel ausbringen, denn etliche Leitungen in den völlig demolierten Motorräumen waren leck geschlagen. Gegen 20.30 Uhr kann die Unfallstelle geräumt werden, die beiden Wracks werden abgeschleppt, die Feuerwehrleute kehren das Ölbindemittel zusammen, sammeln abgerissene Fahrzeugteile ein. Derweil warten in beide Richtungen Fahrzeuge, meist Lkw und Busse, die vor der Unfallstelle nicht kehrt machen und über die Straße am Moosbach ausweichen können. Bevor die Feuerwehrleute die Fahrbahn reinigen, dürfen die Linienbusse passieren. Der Einsatzleiter hatte zwischenzeitlich "einen Salzstreuer", ein Winterdienstfahrzeug angefordert, denn er will die Straße mit einem Spezialstrahlrohr säubern lassen. Punkt 21 Uhr gibt er den Befehl "Strahlrohr besetzen". Ein paar Männer greifen zum Besen, um das Gemisch aus Wasser und Ölbindemittel rasch von der Fahrbahn zu kehren - das Thermometer zeigt minus 10 Grad. Nach ein paar Minuten ist die Fahrbahn sauber, das Streufahrzeug kann anrücken, um eine Vereisung zu vermeiden. Gegen 21.30 Uhr wird die Straßensperrung aufgehoben.
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