| Laster mit Filterstaub umgekippt: Glück im Unglück |
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| Geschrieben von Freies Wort | |
| Dienstag, 16. Dezember 2008 | |
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Ilmenau – Mehrere Tonnen giftiger Filterstaub sind am Dienstag auf der Bundesstraße 4 zwischen Stützerbach und Manebach gelandet. Nach Polizeiangaben hatte der 26-jährige Fahrer des Lasters die Gewalt über das Gespann verloren und war in den Straßengraben geraten. Daraufhin kippte der Anhänger mit zwei Containern um. Andere Autos waren glücklicherweise zum Unfallzeitpunkt nicht in der Nähe. Der Laster kam aus dem fränkischen Bamberg und hatte Filterstaub aus einer dortigen Müllverbrennungsanlage geladen. Die Fracht sollte nach Sangerhausen gebracht und dort als Sondermüll in einem alten Bergwerk entsorgt werden. "Wir haben uns aus Bamberg die Analyse des Stoffes schicken lassen: Dort hat man bestätigt, dass toxische Bestandteile enthalten sind", sagte der zuständige Beigeordnete des Ilmkreises, Rainer Zobel. 71 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren mit 18 Fahrzeugen vor Ort, um die Unfallstelle zu sichern und die Bergung des umgekippten Anhängers zu begleiten. Eine Spezialfirma aus Bayern wurde vor Ort beordert. Laut Polizei bestand zu keiner Zeit Gefahr für Menschen. Die Bundesstraße war für mehrere Stunden gesperrt. Glück im Unglück: Die brisante Fracht war auf die Straße beziehungsweise in Richtung des Hanges gekippt, aber nicht in das neben der Straße laufende Flüsschen Ilm. "Bis zum Nachmittag sind keine toten Fische in der Ilm gefunden worden", gab Zobel vorsichtig Entwarnung. Und auch der Schnee habe geholfen, den Schaden zu begrenzen: Der schwarze Filterstaub hatte sich auf dem weißen Schnee abgegrenzt und konnte daher gut weggebaggert werden, so der Beigeordnete. Der Laster war als gekennzeichneter Gefahrguttransport unterwegs – weil die Tunnelkette der Thüringer-Wald-Autobahn für Gefahrguttransporte gesperrt ist, musste er die kurvenreiche Bundesstraße 4 nutzen. Auf Nachfrage sagte Werksleiter der Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis, Dieter Weiprecht, dass solche Stäube dort generell in Silos und nicht in abgedeckten Container transportiert würden. Die Feinstäube aus Zella-Mehlis würden in einer speziellen Anlage in Halle aufbereitet.
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