| Mit Blaulicht nach Hause |
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| Geschrieben von Thüringer Allgemeine | |
| Freitag, 10. Oktober 2008 | |
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MANEBACH (gs). Eines der beiden Manebacher Löschfahrzeuge war gerade in der Werkstatt. Doch die Rückfahrt am gestrigen Nachmittag wurde zur Einsatzfahrt - Brand in einem Haus in der Schleusinger Straße. Das Heulen des Martinshorns, das in der Ilmenauer Innenstadt gestern gegen 15.40 Uhr zu hören war, kam nicht von einem Löschfahrzeug der Ilmenauer Hauptfeuerwache. Die Kameraden der Manebacher Wehr, die das Fahrzeug aus der Werkstatt abholten, hatten es plötzlich eilig. In der Rettungsleitstelle des Ilmkreises war Minuten zuvor die Meldung über einen Küchenbrand in Manebach eingegangen. Nachbarn hatten den Rauch bemerkt und auch eine 62-jährige Bewohnerin aus dem Haus geholt, bevor Feuerwehr und Polizei eintrafen, berichtet die Einsatzleitung. Die Feuerwehrleute vor Ort haben es nicht weit. Brandort und Gerätehaus befinden sich in der gleichen Straße. Kurz nach dem Alarm dringen zwei Trupps mit Atemschutzgeräten in das Haus ein. Schläuche werden ausgerollt. Im Erdgeschoss züngeln Flammen. Ilmenaus Stadtbrandmeister Eckhard Gille, der gleichfalls vor Ort ist, macht ein besorgtes Gesicht. Die Hauptwache ist mittlerweile gleichfalls alarmiert, denn die Einsatzzeit der Atemschutztrupps ist begrenzt. 15.50 Uhr treffen Tanklöschfahrzeug, Drehleiter und ein weiteres Löschfahrzeug ein. Mittlerweile sind im Erdgeschoss Fenster geöffnet, der Qualm zieht nach draußen. Hinter den Scheiben im Obergeschoss blitzen die Helmlampen der Feuerwehrleute auf. Sie suchen nach weiteren Glutnestern. Kurz nach 16 Uhr die Information - der Brand ist gelöscht. Was diesen ausgelöst hat, darüber gibt es zunächst nur Vermutungen - ein Elektrogerät im Erdgeschoss womöglich. Genaueres hofft man durch die Spezialisten der Kriminalpolizei zu erfahren, die sind bereits unterwegs. Die zum Zeitpunkt des Brandes einzige im Hause weilende Bewohnerin sei unverletzt, stehe aber unter Schock, so Nadine Huck von der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau. Gegen 16.15 Uhr rücken die ersten Fahrzeuge der Hauptwache ab. 20 Ilmenauer Feuerwehrleute waren zur Verstärkung angerückt. Minuten später lässt Einsatzleiter Sebastian Tschinkel seine acht Kameraden von der Manebacher Feuerwehr die Schläuche einrollen. Glück im Unglück, durch die entstehende Hitze war im Erdgeschoss eine Plastewasserrohr gebrochen und hatte ein Ausbreiten der Flammen offenbar verhindert. Dennoch - das Haus ist unbewohnbar, der Schaden wird auf 80-100 000 Euro geschätzt. Stadtbrandmeister Gille lobt das schnelle und exakte Vorgehen der Manebacher Kameraden und das gute Zusammenspiel mit den Ilmenauer Kameraden. Die gemeinsamem Großübungen aller sechs Feuerwachen zeigten positive Wirkung, so Gille.
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