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FFW Manebach

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Zylinderträger auf Mehrzylindern Drucken
Geschrieben von Thüringer Allgemeine   
Montag, 7. Juli 2008

So viele Zylinderträger wie am Wochenende hat Manebach noch nie gesehen. Denn hier fand das 14. Bikertreffen der Kaminkehrer statt. Über 250 Schornsteinfeger nicht nur aus Deutschland gaben sich auf dem Sportplatz ein Stelldichein.

MANEBACH (hms). Der Manebacher Sportplatz war in strahlenden Sonnenschein getaucht die Bikerinnen - es gibt auch weibliche Schornsteinfeger - und Biker in ihren schwarzen Kluften schwitzten, dies aber tat dem Spaß und der Freude keinen Abbruch. Gut 250 motorradfahrende Männer und Frauen dieser Zunft hatten sich zu ihrem 14. Internationalen Treffen hier versammelt - und sie kamen aus allen Bundesländern, aus der Schweiz und aus Österreich - natürlich waren alle per Zweirad angereist. Viele am Tag zuvor mit Zelten.Schornsteinfeger Frank Hampe - er war 1997 Präsident diese Treffens in Halle - war mit Frau Anke und einer Harley gekommen: "Die ist leider nur geliehen, am Montag muss ich sie wieder abgeben." Beide waren des Lobes voll über Thüringen und dessen, was Organisator Bernd Albrecht gemeinsam mit der Manebacher Feuerwehr hier auf die Beine gestellt hatte. Dem schloss sich Heinz Bendig aus Bremerhafen an, nach gut 500 Kilometern Anreisefahrt war er hellauf begeistert von den Straßen und der Landschaft in Thüringen und versprach wiederzukommen - nicht nur zum Bikertreffen.Alljährlich seit 1995 findet ein solches Treffen statt. Hatten es damals die Black Rider´s bei Passau aus der Taufe gehoben, ist es in den folgenden Jahren zu einer Tradition der besonderen Art für die sogenannten Glücksbringer geworden, und zum Treffpunkt vom Lehrling bis hin zum pensionierten Bezirkskaminkehrermeister der schwarzen Zunft. Geratal-Pfarrer Markus Blume griff in seinem Bikergottesdienst den Begriff "schwarze Zunft " auf als er sagte, "Wir gehören beide zur schwarzen Zunft - ihr für die Schlote, ich für die Seelen." Dann spannte der Pfarrer den Bogen weit, als er erklärte, dass man auch beim ihm einen Grundkurs in Zoologie erlernen könnte, hauptsächlich über die gehörnten Viecher, wenn er mit dem Motorrad unterwegs sei. Markus Blume rief Zweiradfahrer und Autolenker dazu auf, sich friedlich und mit gegenseitiger Rücksichtnahme zu begegnen, um dem Krieg auf der Straße ein Ende zu bereiten. Nach einem Gebet begaben sich die Zylinderträger auf einen Ausfahrt durch den Thüringer Wald. Die Truppe wurde von zwei Polizeikrädern eskortiert und fuhr über Ilmenau, Gehren, Katzhütte nach Masserberg. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit original Thüringer Klößen ging es über die Rennsteigkreuzung, Oberhof, Crawinkel durchs Geratal, dem Kehrbezirk von Bernd Albrecht, wieder nach Manebach. Bei der abendlichen Festveranstaltung wurde nicht nur über das Hobby "Motorrad", sondern auch über das Kaminkehren gefachsimpelt.

 
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