| Stützerbach: Vermisste Seniorin gefunden |
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| Geschrieben von Thüringer Allgemeine | |
| Dienstag, 24. Juni 2008 | |
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STÜTZERBACH. Aufatmen in Stützerbach und bei der Polizei - am Montagabend war die seit Sonntag vermisste Charlotte Helm in der Nähe des Ortes gefunden worden.Ein etwas abgelegenes Anwesen zwischen Stützerbach und Meyersgrund. In die Stille des späten Abends mischt sich ein Stöhnen, die Bewohner des Hauses werden hellhörig, schildern sie später der Polizei. Sie machen sich auf die Suche und entdecken eine Viertelstunde vor Mitternacht die vermisste 88-Jährige unter einem Strauch an einem Bachlauf. Sie ist erschöpft, aber ansprechbar und offenkundig ohne größere Blessuren geblieben. Die Seniorin wird umgehend medizinisch versorgt und anschließend in das Ilmenauer Krankenhaus zur Beobachtung gebracht. Damit fand eine großangelegte Suchaktion eher zufällig ein positives Ende. Begonnen hatte diese am Sonntagabend TA berichtete). Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera, die Rettungshundestaffel Marlishausen, Dutzende Bereitschaftspolizisten, Angehörige der Bergwacht, der Stützerbacher und der Manebacher Feuerwehr waren im Einsatz. Zunächst hatte sich die Suche allerdings in Richtung Allzunah konzentriert. Ein Fährtenhund hatte eine entsprechende Spur aufgenommen und an dessen Nase zu zweifeln, gab es keine Veranlassung, so Hauptkommissar Klaus Koch von der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau. Aber die Spur war kalt - oder vielleicht alt. Gut möglich, dass die rüstige Seniorin kurze Zeit vorher dort unterwegs gewesen war. Trotz ihres hohen Alters habe sie noch lange Spaziergänge unternommen. Bis zu 20 Kilometer soll sie zurück gelegt haben, erzählten Mitbewohner beziehungsweise Mitarbeiter des Stützerbacher Seniorenheimes, in dem sei seit ein paar Jahren lebt. Vorher war sie in Manebach zu Hause gewesen. Die zweite Spur. Deshalb hatte auf Veranlassung der Polizeidirektion Gotha die Leitstelle des Ilmkreises am Sonntag auch die dortige Feuerwehr alarmiert. Die sollte in Richtung Stützerbach suchen. Dass die Stützerbacher Kameraden nicht hinzugezogen wurden, sollte keineswegs eine Missachtung sein, versichert Klaus Koch. Man nehme gerade auch bei solchen Aktionen die Feuerwehrleute gern mit ins Boot. In deren Reihen hatte es zumindest Verwunderung gegeben, dass man sie trotz ihrer Ortskenntnis nicht einbezogen hatte. Zumal sich deren Vermutung, dass die 88-Jährige in ihren alten Heimatort Manebach wollte, sich letztlich bestätigte. Davon habe sie immer geredet, heißt es. Nachdem in der Nacht zum Montag die Suche ergebnislos abgebrochen worden war, wurde diese bei Tageslicht wieder aufgenommen. Den Rettungskräften sitzt die Zeit im Nacken. Die Frau ist auf Medikamente, unter anderem Insulin angewiesen. Wieder zieht der Polizeihubschrauber seine Runden, doch auf dem Bildschirm der Wärmebildkamera kein Hinweis. Auch die Polizisten, die Wald und Flur Gelände um Stützerbach durchstreifen, haben keinen Erfolg, ebenso wenig bringen die Befragungen in den Nachbarorten Anhaltspunkte. Am späten Montagnachmittag wird die Aktion erneut abgebrochen. Schließlich dann Stunden später die gute Nachricht, dass die 88-Jährige gefunden wurde. Auch der Einsatzleiter der Polizei atmet auf, trotzdem ist es für Klaus Koch rätselhaft - er ist sich sicher, dass auch das Waldstück, in dem die Vermisste gefunden wurde, durchsucht worden sei. Gerd SCHMIDL |
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