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FFW Manebach

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Pünktlicher als die Herren Drucken
Geschrieben von Thüringer Allgemeine   
Sonntag, 9. März 2008

Mehr als 250 Feuerwehrfrauen haben am Samstag den Frauentag gefeiert. Auf ihre Arbeit könne nirgendwo verzichtet werden, meinte Kreisfeuerwehr-Verbandsvorsitzender Sven Tittelbach bei der Auszeichnung besonders Verdienter.

ALTENFELD. Sie lächeln nicht, sie lachen: Freude zeigt sich und Stolz, vielleicht auch Verlegenheit. Kerin Struppert und Annette Nicolaus sind nicht gewohnt, im Rampenlicht hier vor der Bühne zu stehen. Sven Tittelbach heftet ihnen das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze an Bluse beziehungsweise Blazer, Kreisbrandinspektor Heiko Heß überreicht eine Urkunde, Landrats-Beigeordneter Rainer Zobel Blumen.

Der Beifall kommt aus dem Saal, in diesem Jahr ist es die Altenfelder Mehrzweckhalle, in der etwa 250 Feuerwehrfrauen gemeinsam feiern.

Kerin Struppert ist seit 1984 aktiv in der Feuerwehr, Annette Nicolaus gar noch fünf Jahre länger - sie war 1979 eines der Gründungsmitglieder in Heyda: "Da wächst man rein, meine Eltern waren bei der Feuerwehr und meine Kinder sind es auch", so die 45-Jährige. Feuerwehranwärter und -mann (so heißt auch der Dienstgrad fürs weibliche Geschlecht), Oberfeuerwehrmann und Hauptfeuerwehrmann war Annette Nicolaus, inzwischen hat sie es zum Löschmeister gebracht. Auch wenn das in der Urkunde noch anders drinsteht. "Schwere Arbeiten wie die Tragkraftspritze tragen ist nichts für uns Frauen, aber bei Einsätzen sind wir schon dabei: zum Schläucheausrollen oder Absperren zum Beispiel", erklärt die resolute Frau. Heydas Wehrführer Jörg Fleischack hört neugierig zu. Gefragt, was er an den Frauen besonders schätze, sagt er: "Sie sind meistens pünktlicher als die Kerle." Und nicht selten haben wir die Tagesbereitschaft abgesichert, ergänzt Struppert.

Sodann wird angestoßen, Heydas Wehrführer ist am Samstag Chauffeur für seine drei aktiven Feuerwehrfrauen. Gefeiert wird in der Altenfelder Mehrzweckhalle bis weit in die Nacht. "Wenn wir uns sonst treffen, dann zum Arbeiten oder zu Wettkämpfen. Hier können wir mal gemeinsam entspannen", sagt Grit Meister aus Plaue. Nicole Hülle aus Werningsleben schätzt die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs, mit den Frauen vom Nachbardorf Elxleben sitzt sie an einem Tisch.

Einige der Geehrten sind in der aktiven Wehr, andere helfen den Einsatzleuten als starke Frauen im Hintergrund: Anja Rüffert zum Beispiel arbeite als Brandsicherheitswachdienst im Arnstädter Theater "sehr zuverlässig", so Tittelbach. Christina Licht sorge mit ihrem Elan immer wieder für gute Platzierungen der Schmerfelder Frauen bei Wettkämpfen. Und Kerstin Meckel habe einen ganz besonderen Posten, "den wichtigsten nach dem Kassierer und dem Vorstandschef", so Tittelbach. Sie kümmert sich seit fünf Jahren um die Verpflegung der Arnstädter Mannschaft: "Gehacktes- und Fischbrötchen mögen die Männer, Chili con Carne auch", erzählt Meckel. Leider muss auch sie zwei Stunden nach der Frauentagsfeier-Eröffnung noch auf das Büfett warten.

Von Kristin KAISER

 

 
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