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FFW Manebach

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Filmdreh auf Gabelbach: Die Jagd nach Schnee Drucken
Geschrieben von Thüringer Allgemeine   
Donnerstag, 14. Februar 2008

ILMENAU. Wenn der Winter nicht zu den Schauspielern kommt, dann müssen ihn die Requisiteure eben beschaffen: Eine ganze Nacht lang haben Szenenbildner, Bühnenarbeiter, private Firmen und die Freiwilligen Feuerwehren aus Ilmenau und Manebach vom Dienstag zum Mittwoch für ein wichtiges Utensil zum "Werther"-Filmdreh auf Gabelbach geschuftet - für eine wintergerechte Schneekulisse.Das hatte sich Szenenbildner Olaf Rehahn anders vorgestellt. Für die Gemeinschaftsproduktion "Werther" von ZDF, arte und 3sat wählten die Filmleute bewusst den Thüringer Wald wegen seiner Winterkulisse, doch ausgerechnet Schnee ist nun Mangelware rund um das Jagdhaus Gabelbach. Olaf Rehahn aber sieht die Dinge gelassen. Er hat den Kragen seines Mantels hochgeschlagen und stellt fest: "Solche Produktionen haben einen Vorteil: Es gibt zwar weniger Geld, dafür mehr Freiheiten. Und so werden aus den versprochenen kurzen Drehtagen die längsten der Welt", lacht er.

Eine lange Nacht wird die von Dienstag zum Mittwoch auf jeden Fall für die ungeplante Schneebeschaffungsmaßnahme. Eine Schlüsselszene nämlich soll auf der Wiese hinter dem Jagdhaus abgedreht werden - möglichst in Weiß. Warum der Aufwand für den Schnee? "Könnten sie sich ´Fargo´ ohne Schnee vorstellen? (Thriller von Joel und Ethan Coen, Anm. d. Red.)", fragt der Szenenbilder rhetorisch zurück. Und so rücken die Feuerwehren von Ilmenau und Manebach an. Zwei Tanklöschfahrzeuge werden am "Ritzebühler Teich" befüllt, die dann zwei Schneekanonen am Fuße des Kickelhahns befeuern sollen. Eines der Geräte rollt noch in derselben Nacht aus Münster an.

Etliche Kilometer sammeln derweil auch die beiden Multicars der Brüder Blaurock aus Frauenwald. Sie schaufeln den noch zu findenden Schnee aus dem Schatten des Thüringer Waldes auf die Pritsche, um ihn dann hinter dem Jagdschloss wieder abzuladen. Wie lange das dauern kann, ist allenfalls zu ahnen: "Wir brauchen insgesamt 35 Tonnen", erklärt Wolfram Krabiell, Requisiteur am Set. Hinzu kommen rund 30 000 Liter Wasser für die Schneekanonen und noch einmal 15 000 Liter Wasser - das nun wiederum erhitzt, für den aufgebauten Swimmingpool.

Auch wenn die Männer scherzen - ärgerlich ist der verschwundene Schnee in jedem Fall: "Als wir den Drehort besichtigt haben, war hier schönstes Winterwetter", erinnert sich Szenenbildassistentin Solveigh Sprengel - fröstelnd.

Für Olaf Rehahn ist der Filmdreh dennoch gut gelaufen. Verblüfft hat den Szenenbildner die Unterstützung von der Stadt: "Das ist nicht selbstverständlich, was hier unter Krauses Regie gelaufen ist", sagt er über den Kulturamtsleiter. Denn schließlich musste sogar das Museum im Jagdhaus für den Dreh ein wenig Platz machen. Arne MARTIUS

 

 
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