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FFW Manebach

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Gasalarm nach Crash von BMW mit Gasanschluss Drucken
Geschrieben von Freies Wort   
Mittwoch, 12. September 2007

MANEBACH – Aufregung am frühen Abend in der Goethestraße. Gasalarm! Die Tagesschau ist gerade über die Bildschirme geflimmert, da rufen Martinshorn und Blaulicht die Bewohner der Goethestraße vor die Häuser. Die Manebacher Wehr ist zuerst vor Ort. Der oberirdische Gasanschluss eines Hauses ist zerstört. Es besteht die Gefahr, dass Gas aus der Leitung strömt. Einsatzleiter Steven Hoffmann lässt weiträumig absperren, 19 Anwohner werden 20.40 Uhr evakuiert. Die Hauptwache in Ilmenau ist verständigt. Minuten später ist auch die Ilmenauer Feuerwehr vor Ort. Stadtbrandmeister Eckhard Gille: "Wir müssen immer vom Schlimmsten ausgehen. Das Haus hätte in die Luft fliegen können."

Was war passiert? Marco Röser von der Polizeiinspektion: "Eine 23-jährige BMW-Fahrerin stellte gegen 20.25 Uhr kurzzeitig das Fahrzeug in einer schräg ansteigenden Grundstückseinfahrt ab." Danach habe sie für etwa drei Minuten das Auto verlassen. "Das Fahrzeug setzte sich während der Abwesenheit der jungen Frau rückwärts in Bewegung, überquerte die Goethestraße und stieß mit dem Heck gegen die Hauswand des gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses." Dabei wurde der Gasanschluss, der über dem Erdboden liegt, beschädigt. Der Polizist vermutet, dass die BMW-Fahrerin die Handbremse nicht richtig angezogen hatte.

Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner weiß: Das Reglerventil des Hausanschlusses wurde nicht beschädigt. Es schloss automatisch ab.

Neben Polizei, Ortsteilbürgermeister Karl-Heinz Kühn und Ilmenaus Ordnungsamtsleiter Frank Jäger wird auch ein Mitarbeiter des Thüringer Gasversorgers an die Unfallstelle geholt worden. Zu dieser Zeit hatten die insgesamt 35 Feuerwehrleute ihren Einsatz schon gemeistert. Der Gasmonteur kann kurz nach 21 Uhr Entwarnung geben. Das Ventil hatte gehalten, größere Mengen Gas konnten nicht austreten. Zur Sicherheit gehen die Feuerwehrleute mit einem Gasspürgerät durch die Wohnungen des Mehrfamilienhauses. 21.30 Uhr ist der Einsatz beendet. Es war der 259. Einsatz in diesem Jahr für die Ilmenauer Feuerwehr.

Stadtbrandmeister Eckhard Gille ist auch am Tag darauf noch ein bisschen mulmig. "Gasunfälle sind selten, aber sehr gefährlich." Ist das Gas erst einmal ausgeströmt, gleicht ein Haus einer Bombe. Ein Funke genügt und alles fliegt in die Luft. Dank ausgefeilter Technik habe der Hausanschluss gehalten. Ein Spezialventil verhinderte, dass nach einem Bruch der Leitung weiteres Gas ausströmen kann.

"Die Kameradinnen und Kameraden haben gut gearbeitet", sagt Eckhard Gille im Nachhinein. Die Übung solcher Fälle lasse die Feuerwehrleute besonnen arbeiten.

Der Schaden wird von der Polizei auf 6000 Euro geschätzt. Der Schreck wird den Bewohnern der Goethestraße noch lange in den Gliedern sitzen. Trotzdem: "Glück gehabt", um einen Anwohner zu zitieren. VOLKER PÖHL

 

 
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