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FFW Manebach

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Geschrieben von Volker Apel   

Aus der Geschichte der Manebacher Feuerwehr

Verheerende Brände haben in früheren Jahrhunderten zum Teil ganze Ortschaften ausgelöscht. Von solchen Ereignissen wissen die Ortschronisten zu berichten. Eine solche Feuersbrunst hauste am 24. Juli 1775 - als Folge riesigen Unwetters mit Blitzschlag - im Ilmtal, im Dorf Manebach. Nach schriftlicher Überlieferung wurde die Hälfte aller Häuser zerstört. Die Manebacher Bürger wussten sich in all den nachfolgenden Jahrzehnten mit bescheidenen Mitteln gegen das alles vernichtende Schadenfeuer zu wehren. In der Mitte des 19. Jahrhunderts standen im sächsisch-gothaischen Ort Manebach 67 Häuser und man zählte 475 Einwohner.

Weder Feuerschutzbriefe noch andere Einzelmaßnahmen konnten diese anhaltenden Unglücksfälle verhindern, aber die von der Landesregierung erlassenen "Feuer-Verordnungen" waren erste Maßnahmen zur Verhütung und Unterdrückung von Bränden. Eine solche stammte vom 28. März 1833. Für die Ortschaften Elgersburg, Gera(berg), Manebach mit dem Titel "Feuer- und Löschordnung in den Ortschaften bey dem Gerichte zu Elgersburg". Für Manebach beinhaltete sie eine "Tabellarische Übersicht der Obliegenheiten, die bey der Feuer- und Löschanstalt zu Manebach von den dabey angestellten Personen zu beachten, zu respektieren und zu befolgen sind".

Von der Existenz einer im Ort Manebach vorhandenen "Feuerwehr" geben weitere vorhandene Schriftstücke Auskunft: "Sprüzenmeister- und Feuermeistergebühren", und "Sprüzenausfahrt bey Feuersgefahr auf das Jahr 1833" vom 10. August 1833, "das Verzeichnis der bey der Feuer- und Löschanstalt in Manebach angestellten Personen". In einer Meldung vom 22. März 1833 berichtete der damalige "Sprüzenmeister" Martin Schreyer an "Herrn Sprüzendirektor Griebel in Manebach" von Folgendem: "Die Manebacher Feuerwehr löscht mit bei einem Brand in Unterpörlitz.

Sieben Mann (Heinrich Lobhart Hertel, Georg Liebe, Christoph Lobhart Kühn, Michael Friedrich Bernser, Georg Lobhart Kühn, Heinrich Elias Sigling, Christoph Friedrich Schlegelmilch, Caspar Erbe) und eine Sprüze waren des nachts vom 2. zum 3. März bis zum anderen Morgen um 9 Uhr im Einsatz. Die anfallenden Gebühren belaufen sich auf 8 Thaler und 8 Groschen." Nach Ernst Hermann soll die Manebacher Feuerwehr 1835 gegründet worden sein. Am 11. April 1858 erhielt die Gemeinde eine Handdruck-Feuerspritze mit drei Schläuchen von der Firma Henneberg, Arnstadt für 520 Thaler und 10 Groschen.

Weitere Brandunglücke und Notizen vom Einsatz der Manebacher Feuerwehr sind erhalten geblieben: 1. "Bey den Scheunenbrand in Königsee, bey der Nacht im Jahre 1835 bin ich mit der Sprüze ausgefahren bis Ilmenau"; 2. "Bey der Nacht im Jahre 1835 nach der Stützerbacher Schneidemühle (Höhnsche) ausgefahren mit der Handdruckspritze"; 3. Juni 1871 - Einsatz der Feuerwehr bei einem Unwetter; 4. November 1890 - Einsatz der Feuerwehr bei einem großen Unwetter; 5. 1872 - Brandunglück in Manebach in der Nacht vom 1. zum 2. Dezember, dabei persönlicher Zwischenfall zwischen Feuerwehrmann Friedrich Oehring und Spritzenmeister Constantin Grübel.

Vor 100 Jahren, im Jahr 1903, wurde das Spritzenhaus in der Schmücker Straße gegenüber dem Wohnhaus Nr. 6 errichtet, ebenso ein Exerzierplatz. Die Feuerwehrgeschichte Manebachs ist heuer 170 Jahre alt. Im Jahr 1958 wurde mit dem Kreisausscheid der Feuerwehren das 125-jährige Jubiläum würdig begangen. Ein umfangreiches Schriftwerk gibt detailliert über die Geschichte der Manebacher Feuerwehr Auskunft. Im Jahr 2008 heißt es dann: 175 Jahre Feuerwehr Manebach!